Home

Hauptmenü
Zum Nachlesen
Militärseelsorge
Notfallseelsorge
Militärbischof
Militärgeneralvikariat
Dekanatsbereich I / Ost
Dekanatsbereich II / West
Auslandspfarren
Institut f. Religion u. Frieden
Militärbischöfliche Bibliothek
Arbeitsgem. kath. Soldaten
Soldatenwallfahrten
Bildarchiv
Downloads
Impressum

 
Panoramen der Kath. Militärseelsorge




Veranstaltungskalender
Oktober 2017 November 2017 Dezember 2017
So Mo Di Mi Do Fr Sa
Week 44 1 2 3 4
Week 45 5 6 7 8 9 10 11
Week 46 12 13 14 15 16 17 18
Week 47 19 20 21 22 23 24 25
Week 48 26 27 28 29 30

Login Form





Passwort vergessen?

Wer ist online
Aktuell 1 Gast online

Besucher
Gesamt1534097

 

 

 

Aktuelles aus den Diözesen
Aktuelles aus den Militärpfarren

Advent in der Theresianischen Militärakademie


Als „Basisausbildung in Glaubensfragen“ bezeichnete der Rektor der Sankt Georgs-Kathedrale, Militärsuperior Stefan Gugerel, den Advent, in dieser Zeit stellten sich die wesentlichen Fragen des Christentums. Als schönes ökumenisches Zeichen betrachtete er den Adventkranz, der am Anfang des 20. Jahrhunderts von evangelischen Christen geflochten wurde.

Gleich nach Dienstbeginn füllte sich die Kathedrale mit den Militärgymnasiasten, aber auch mit den Angehörigen der Theresianischen Militärakademie, an deren Spitze der Kommandant, Generalmajor Karl Pronhagl. Am Anfang der Gebetsstunde gestalteten die Militärgymnasiasten eine Betrachtung der vier Kerzen, die den Frieden bringen solle. Damit das gelinge, sind Gerechtigkeit, Toleranz, Versöhnung und Verantwortung wichtig. Die vier Kerzen auf dem Adventkranz sollen daran erinnern.

Advent in der TherMilAk

In seiner Predigt wies der Rektor auf die Aktualität der Botschaft hin: „Vergesst alles, was euch ablenkt, richtet euer Blick auf das Wesentliche, beispielsweise auf die Matura für die 8. Klassen, aber auch auf den militärischen Alltag, auf die richtige Dienstverrichtung. Aber Jesus gibt uns eine Hoffnung, wir brauchen uns nicht zu fürchten. Die Adventkränze zeigen einen Leuchtturm, der uns das richtige Leben zeigt, je finsterer es draußen wird, umso mehr Kerzen brennen innen“, schilderte der Militärsuperior.

Die Adventkränze wurden gesegnet, sodass sie im Anschluss ins Gymnasium und auf alle Dienststellen gebracht werden konnten. Im Anschluss bekamen die Militärgymnasiasten jeweils einen Adventskalender, zur Verfügung gestellt vom Referat für Öffentlichkeitsarbeit und Medien des Militärordinariats.
Foto und Text S. Claus


 
30 Jahre Militärordinariat


Festakt in Wiener Neustadt

30 Jahre Militärseelsorge"Ganz nah bei den Menschen und zugleich im Militär beheimatet sein": Das zeichnet mit den Worten von Militärbischof Werner Freistetter die heimische Militärseelsorge aus. Der Bischof eröffnete mit seinen Grußworten den Festakt am Donnerstag in Wiener Neustadt zum Jubiläum "30 Jahre Militärordinariat". Den ersten Festvortrag hielt der italienische Militärerzbischof Santo Marciano. "Dies ist nicht die Zeit, neue Schützengräben zu graben, sondern für die Gemeinschaft der Völker zu arbeiten", sagte der Bischof unter freier Verwendung eines Zitats von Papst Franziskus.

Das Militärordinariat ist für rund 100.000 Katholikinnen und Katholiken im Umfeld des Österreichischen Bundesheeres zuständig: Rekruten, Berufssoldaten und deren Angehörige. Eingerichtet wurde die einzige kategoriale Diözese Österreichs (neben neun territorialen) im Jahr 1987. Die Militärseelsorge sei freilich schon wesentlich älter als 30 Jahre, erinnerte Bischof Freistetter. Dass Papst Johannes Paul II. vor 30 Jahren Militärordinariate gründete und damit die bestehenden Institutionen in eine neue Form mit einem eigenen Bischof an der Spitze zusammenführte, könne als "Zeichen der besonderen Wertschätzung" des Papstes gesehen werden.

"Besonderer Dienst, der Mut erfordert"

Der italienische Militärerzbischof Santo Marciano bezeichnete die Militärdiözesen als besonders wichtigen Teil der Kirche. Das Militär leiste einen besonderen Dienst in der Gesellschaft. Christliche Soldaten kämen ihrer Berufung nach, indem sie dem Frieden, der Gerechtigkeit und der Freiheit der Völker dienten - ein Dienst, der auch sehr viel Mut erfordere, wie Marciano hinzufügte.

Marciano plädierte zugleich dafür, dass die Militärdiözesen bzw. Militärseelsorgeeinrichtungen in aller Welt noch stärker zusammenarbeiten bzw. zusammenwachsen sollten. "Wir wollen uns immer mehr als eine große Familie sehen", so der Erzbischof wörtlich. Besonders wollte er auch eine Lanze für die europäische Einheit brechen und sprach im Blick auf die Militärdiözesen von "Schwesterkirchen in Europa". Als einige Zukunftsperspektiven für die Militärseelsorge nannte der Bischof den besonderen Einsatz für Jugend und Bildung, Ökumene und interreligiösen Dialog sowie das Gebet für den Frieden.

Marciano warnte weiters vor der beständigen Zunahme eines "globalisierten Säkularismus bzw. Fundamentalismus". Die Gesellschaft stehe zunehmend im Spannungsfeld zwischen Säkularismus und Fundamentalismus. Säkularismus zeige sich als Entwurf von Mensch und Welt ohne Transzendenz und ohne Gott. Das Grundproblem dahinter sei u.a. der Individualismus. Fundamentalismus sei der Missbrauch der Religion, um eigene Macht zu erlangen. Auch hier gehe es um übertriebenen Individualismus, so der Bischof. Insofern sei der "Fundamentalismus eine extreme Form des Säkularisierung."

"Wir brauchen die Militärseelsorge"

Generalstabschef General Othmar Commenda erinnerte in seinem Vortrag an die jahrhundertelange Tradition der Militärseelsorge in Österreich und würdigte zugleich die Errichtung des Militärordinariats vor 30 Jahren. Dieser Schritt habe das Bundesheer aufgewertet, denn es sei "ein wichtiges Signal, das zeigt, dass die Kirche den Dienst der Soldaten schätzt". Dies werde auch dadurch deutlich, dass an der Spitze des Ordinariats ein eigener Bischof stehe, der den Diözesanbischöfen gleichgestellt sei und sich ganz dem Militär widmen könne.

Von großer Bedeutung sei auch, dass die Militärseelsorger Bestandteil des Bundesheeres sind. "Sie tragen Uniform und erhalten zumindest eine militärische Grundausbildung." Das sei ganz wichtig für die Akzeptanz der Seelsorger. "Wenn du nicht weißt, wie Soldaten ticken, kannst du sie auch nicht betreuen", so Commenda wörtlich. Österreichische Soldaten würden für ihren menschlichen Umgang und ihre Sensibilität in internationalen Einsätzen sehr geschätzt, so der Generalstabschef weiter. Das sei auch wesentlicher Verdienst der Militärseelsorge. Nachsatz: "Wir brauchen die Militärseelsorge." Freie Religionsausübung für alle Soldaten sei ein wesentliches Prinzip im Bundesheer, so Commenda weiter, der zugleich auch die evangelische, orthodoxe, muslimische, alewitische und jüdische Militärseelsorge würdigte.

Festmesse in der Sankt Georgs Kathedrale

30 Jahre MilitärseelsorgeIn seiner Predigt definierte Bischof Freistetter bei der Festmesse drei Kernaufgaben der Militärseelsorge. Zum einen müsse Militärseelsorge dorthin mitgehen wo Menschen leiden, "es ist der Kern unserer Sendung Soldaten zu unterstützen und zu begleiten, dort haben wir unseren entscheidenden Platz". Die zweite Aufgabe sei es die Frage nach Gott immer offen zu halten. "Militärseelsorge ist die Beauftragung aus dem Licht des Evangeliums Wege der Hoffnung, Gerechtigkeit und Frieden in einer unfriedlichen Welt aufzuzeigen. Der dritte Punkt sei der Friede selbst, der Christus uns schenkt und den wir in der Eucharistie feiern, so der Bischof in seiner Predigt.

Großer Zapfenstreich in der Militärakademie

Vor dem Festakt im Burghof der Militärakademie, überreichte der Akademiekommandant, Generalmajor Karl Pronhagl, als Zeichen der großen Verbundenheit der Militärakademie mit der Militärdiözese, ein Bild mit dem Sujet der altehrwürdigen Babenbergerburg an den Militärbischof. Mit einem Militärischen Festakt im Burghof der Militärakademie, bei dem auch der „Große Österreichische Zapfenstreich“ durch die Militärmusik Burgenland unter dem Militärkapellmeister Hans Miertl aufgeführt wurde, endeten die Jubiläumfeierlichkeiten des Militärordinariates.

Hochrangige internationale Beteiligung

Militärbischof Freistetter konnte zur Festakademie u.a. den Apostolischen Nuntius Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen begrüßen; weiters die Bischöfe Klaus Küng, Christian Werner und Maximilian Aichern sowie Bischofskonferenz-Generalsekretär Peter Schipka, dazu Äbte aus verschiedenen heimischen Stiften. Für die evangelische und orthodoxe Kirche nahmen Militärsuperintendent Karl-Reinhart Trauner und Erzpriester Alexander Lapin an den Feierlichkeiten teil.

Aus dem Ausland waren die Militärbischöfe Józef Guzdek (Polen), Frantisek Rábek (Slowakei), Tomo Vuksic (Bosnien u. Herzegowina) sowie Militärerzbischof Santo Marciano (Italien) gekommen. Auch hochrangige Vertreter der Militärseelsorge aus Deutschland, Belgien und Irland waren anwesend. (Fotos HBF)


 
Festakademie und Patrozinium 2017


Patrozinium 2017Genau eine Woche nach dem "kleinen Kirchweihfest" lud die Militärpfarre Burgenland zum Patrozinium der Hauskapelle der Martinskaserne in Eisenstadt. Seit dem Jahr 2011 ist dieses verbunden mit der "Festakademie", welche stets einem speziellen Thema folgt. So wurde schon zu Festakademien zum Begriff "Heimat", zur Thematik und Problematik der Kindersoldaten, zum "Jahr der Orden" und zum "Martinsjahr" oder zum Bedenkens des Beginns des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren geladen.

Diese Thematik wurde heuer erneut aufgegriffen und so konnte Militärdekan Alexander Wessely den "Verein Dorfblick" begrüßen, dessen Mitglieder aufbauend auf den Tagesbuchaufzeichnungen des St. Georgener Bauern Johann Pachinger dessen Erlebnisse im Erste Weltkrieg und vor allem in der Zeit der Gefangenschaft in Russland schilderten.

Patrozinium 2017So wurde aus seinen Aufzeichnungen gelesen und begleitend dazu in einer Multimediashow Karten, Fotos und Filme aus der Zeit gezeigt. Pachinger war mitten in den Wirren der russischen Revolution rund 150 km von St. Peterburg entfernt in Gefangenschaft. Sein weitester Lagerstandort im Laufe der Verlegungen während der Gefangenschaft befand sich in Taschkent, heute Usbekistan.
  
An den berührenden und packenden Vortrag schloss sich das Feierliche Hochamt zu Ehren des Hl. Martin an, an dessen Ende auch verdiente Mitglieder und Freunde der Militärpfarre mit Dankesurkunden und dem Martinskreuz ausgezeichnet wurden, bevor
mit der Landeshymne und dem geselligen Beisammensein - mit dem frisch gesegneten Jungwein - der Festtag in der Militärpfarre zu Ende ging.


 
© Militärordinariat der Republik Österreich - 1070 WIEN, Mariahilferstr. 24